Sammelband „Postmigrantische Perspektiven“

Pressemitteilung vom 24. August 2018

Neuerscheinung: Bei gesellschaftlichen Konflikten geht es nicht nur um Migration

Aktuell zeigt sich eine Polarisierung der Gesellschaft: Während viele Menschen sich öffentlich für Vielfalt stark machen, gibt es auch spürbare Ablehnung von Pluralität – wie das Erstarken rechtspopulistischer Parteien in ganz Europa zeigt. In einem neuen Buch bewerten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des „Rats für Migration“ diese Polarisierung aus einem neuen Blickwinkel, unter dem Titel „Postmigrantische Perspektiven“.

„Wir befinden uns in einer gesellschaftlichen Umbruchphase, in der die Kräfteverhältnisse neu verhandelt werden“, so die Mitherausgeberin und Professorin für Soziologie Juliane Karakayali. „Diese Konflikte erfordern neue Analysen von Migration, Zugehörigkeit und Rassismus, um Antworten darauf geben zu können, wie Gesellschaft gestaltet werden kann.“ Dazu Mitherausgeberin Professorin Naika Foroutan: „Das Buch ist als ein Aufruf zu lesen, nicht in die Falle vereinfachter Antwortmuster zu stolpern und alle zentralen Herausforderungen auf Migrationsfragen zu reduzieren, sondern den Fokus der gesellschaftspolitischen Analyse wieder stärker auf Klassen-, Rassismus- und Geschlechterfragen zu lenken.“

Das Buch nimmt politische Debatten kritisch in den Blick, die Migration als das zentrale gesellschaftliche Problem darstellen. „Viele Probleme werden aktuell auf Migration reduziert, wodurch andere Themen vernachlässigt werden. Zum Beispiel ist Bildungserfolg nicht allein eine Frage der Herkunft, sondern auch von sozioökonomischen Ungleichheiten, die Nachteile hervorrufen“, so die Mitherausgeberin und Professorin für Islamwissenschaft Riem Spielhaus.

Das Buch kann hier bestellt werden.

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