Die Verantwortung, wie die Dinge weiter gehen, ist in letzter Instanz an uns

In Sachsen-Anhalt haben 43,8 % der Wähler*innen ihre Stimme der AfD gegeben. Das ist ein fatales Ergebnis für die Demokratie, denn die AfD hat sich zum Ziel gesetzt, diese ernsthaft zu verwunden. Es ist ein furchterregendes Ergebnis für all die Sachsen-Anhalter*innen, die nun ganz konkret um ihre Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe fürchten müssen: u.a. Migrant*innen, People of Colour, Musliminnen und Muslime,…

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Daten zu institutionellem Rassismus nutzen statt verschweigen

Die vor knapp zwei Wochen vom Bundesministerium des Inneren (BMI) veröffentlichte Studie "Rassismus in deutschen Institutionen und institutioneller Rassismus in Deutschland" fasst die Ergebnisse von 23 Projekten zusammen, die unter dem Dach des Forschungsinstituts für Gesellschaftlichen Zusammenhalt (FGZ) zu diesem Thema geforscht haben. Sie stellt die bisher umfangreichste Untersuchung institutionellen Rassismus' in Deutschland dar. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass…

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Extrem rechte Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit

Ein Gastbeitrag von Juliane Karakayali und Vasilis Tsianos für den ReGA-Newsletter (12/2025) Weltweit hat die extreme Rechte der Wissenschaft den Kampf angesagt. Forschung wird grundsätzlich unterstellt, ideologisch zu sein und falsche Wirklichkeitsbeschreibungen zu verbreiten. Auf dieser Ausgangsbasis können unliebsame Erkenntnisse der Wissenschaft, wie die zum Klimawandel, zur Komplexität von Geschlecht oder zur Entstehung von Armut, als von linken Interessen getrieben denunziert…

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Analysekategorie institutioneller Antisemitismus- Traditionslinien, Erkenntnisse und Forschungslücken

Zum Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliana Karakayali Kommentar von Marina Chernivsky und Friederike Lorenz-Sinai In der Forschung zu aktuellem Antisemitismus überwiegen historische, sozialpsychologische und politikwissenschaftliche Forschungstraditionen. Erst seit wenigen Jahren erweitert sich die Antisemitismusforschung um die Perspektive der Gewalt- und Diskriminierungsforschung mit dem Schwerpunkt des institutionellen Antisemitismus (vgl. Chernivsky/ Lorenz-Sinai 2023, 2024a). Aus einem strukturellen Verständnis von Antisemitismus als gesellschaftliches…

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Leerstelle jüdische Gegenwart, Leerstelle Israel: Gojnormativität, Antisemitismus- und Rassismusforschung

Zum Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliana Karakayali Kommentar von Prof. Dr. Dani Kranz und Ina Schaum „Alltagserfahrungen, die Juden:Jüdinnen mit gegenwärtigem Antisemitismus machen, sind allerdings bisher nur selten Gegenstand wissenschaftlicher Auseinandersetzung“ (Arnold/Karakayalı 2024, S. 3). Dieses Zitat aus dem Initialbeitrag der Ethnologin Sina Arnold und der Soziologin Juliane Karakayalı (2024) greift das eigentliche Hauptproblem der kaum existierenden Verbindung von Antisemitismus-…

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Jüdische Migrations- und Marginalisierungserfahrungen zwischen Rassismus- und Antisemitismusforschung

Zum Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliana Karakayali Kommentar von Darja Klingenberg 1. Empirisch betrachtet Vor dem Hintergrund einer verfahrenen deutschsprachigen wissenschaftlichen und erst recht politischen Debatte um das Verhältnis von Rassismus- und Antisemitismusforschung beginnen Sina Arnold und Juliane Karakayalı ihren Aufschlag zur RfM-Debatte von einem erfrischend anderen Ausgangspunkt. In verkeilten Diskussionen ist dies meist eine gute Idee. Sie stellen die…

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Kooperative Forschung ohne konzeptionelle Trennung? Zur Problematisierung einer kooperativen Agenda von Antisemitismus- und Rassismusforschung

Zum Initialbeitrag von Dr. Sina Arnold und Prof. Dr. Juliana Karakayali Ein Kommentar von Prof. Dr. Michael Müller Der Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliane Karakayali folgt einer durchaus plausiblen Annahme, dass die Integration von methodischen und empirischen Erkenntnissen aus den Forschungen zu Antisemitismus und Rassismus und die stärkere institutionelle Zusammenarbeit Synergieeffekte erzeugen können und dabei im Idealfall mehr Diskursmacht für…

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Ausgelagertes Asyl im Spiegel der Geschichte des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems

Verfasst von Dr. Bernd Kasparek & Prof. Dr. Vassilis Tsianos - zuerst veröffentlicht am 12. August 2024 auf externalizingasylum.info Abstract: Das Ruanda-Modell des externalisierten Asyls ist Ergebnis der Brexit-Konjunktur in Großbritannien. Aktuell erfährt es auch in migrationspolitischen Diskursen der EU Zuspruch. In diesem Beitrag legen wir dar, warum wir davon ausgehen, dass Modelle des ausgelagerten Asyls nicht in der Lage sein…

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