Wendepunkt nach Köln? Zur Debatte über Kultur, Sexismus und Männlichkeitskonstruktionen

Essay über die Debatte nach den Ereignissen in der Kölner Silvesternacht
Autorinnen: Prof. Dr. Helma Lutz und Dr. Meltem Kulaçatan –

Die Debatte über die Silvesternacht 2015/16 am Kölner Hauptbahnhof gilt bereits jetzt als Ereignis, das die ‚Deutsche Willkommenskultur‘ für Flüchtlinge zum Kippen gebracht hat. Köln ist zu einem Symbol geworden für die massiven Probleme, die angeblich mit den Flüchtlingen ‚einwandern‘ und besonders den weiblichen Teil der deutschen Bevölkerung bedrohen. Im Essay beziehen sich die Autorinnen auf die Beiträge von Prof. Dr. Kira Kosnick (untenstehend, Artikel von Februar 2016) und Prof. Dr. Susanne Schröter (Artikel von April 2016) und erörtern dabei drei Aspekte: die Nutzung und Auslegung des arabischen Begriffs taharrush jama’i, den Susanne Schröter zur Erklärung des Täterverhaltens heranzieht, die Debatte über Kultur und Sexismus und um ‚marginalisierte Männlichkeit‘.

Autorinnenporträt:
Prof. Dr. Helma Lutz ist Professorin für Frauen- und Geschlechterforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie forscht dort unter anderem zu den Themen Migration, Rassismus und Ethnizität.

Dr. Meltem Kulaçatan arbeitet am Fachbereich für Erziehungswissenschaft derselben Universität und befasst sich dort insbesondere mit den Themen Islam, Gender und Feminismus. Beide sind Mitglied im „Rat für Migration“.

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