„Was #MeToo und die Kölner Silvesternacht eint“

Artikel zum Thema  Gender und Migration
Autorin: Prof. Dr. Helma Lutz

Die Berichterstattung über die Silvesternacht von Köln 2015/2016 war in ihrer Reichweite sicher einzigartig: Ob in der New York Times oder der BBC, ob in Sydney oder Buenos Aires – überall wurde über die „massenhaften sexuellen Übergriffe durch Flüchtlinge“ geschrieben. In diesen Tagen beschäftigen sich die Medien der Welt wieder mit sexuellen Übergriffen durch Männer, Stichwort: #MeToo. Aber während sich die Debatte seit dem Fall des Hollywood-Moguls Harvey Weinstein um Männer in angesehenen Positionen dreht, die ihre Macht für sexuelle Übergriffe missbrauch(t)en, kreiste die andere pauschal um männliche Migranten (insbesondere aus muslimischen Ländern). Während die sexuelle Gewalt der Straftäter von Köln ihrer „Kultur“ zugeschrieben wurde, werden vergleichbare Übergriffe respektabler und mächtiger Männer der westlichen Welt als „Ausnahmen“, „Ausrutscher“ und einmaliges Fehlverhalten banalisiert. In der Debatte um #MeToo werden keine Parallelen zu den sexuellen Übergriffen in der Kölner Silvesternacht gezogen. Warum man „Weinstein“ und „Köln“ jedoch zusammen denken sollte, beschreibt Helma Lutz in Ihrem Gastbeitrag für den Mediendienst.

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Profil der Autorin: Prof. Dr.  Helma Lutz lehrt Frauen- und Geschlechterforschung an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und ist Mitglied im „Rat für Migration“. Sie ist seit 2015 geschäftsführende Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse. Ihr Beitrag basiert auf der Eröffnungsrede, die sie auf der Jahrestagung des „Rats für Migration“ in Berlin gehalten hat.