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Yasemin Karakaşoğlu erhält Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r.) bei einer Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Yasemin Karakasoglu (Bremen), zum Tag des Ehrenamtes, unter dem Motto „Engagement in der Einwanderungsgesellschaft“, im Schloss Bellevue.

Zur Pressemitteilung des Bundespräsidenten

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Professorin Yasemin Karakaşoğlu der Universität Bremen erhielt am Freitag, 3. Dezember 2021, um 11 Uhr im Schloss Bellevue mit weiteren sieben Frauen und sieben Männern den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Unter dem Motto „Engagement in der Einwanderungsgesellschaft“ würdigte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Tag des Ehrenamtes ihren herausragenden Einsatz für das Zusammenleben in Deutschland. Dabei wurde auch ihr Engagement als Vorsitzende des Rat für Migration e.V. anerkennend hervorgehoben.

Wir gratulieren Yasemin Karakasoglu zu Ihrer Auszeichnung und danken Ihr für Ihren Einsatz als Vorsitzende im Rat für Migration.

Als frühe und streitbare Vertreterin der Migrationsgesellschaft setzt sich Yasemin Karakaşoğlu besonders für die gesellschaftliche und politische Partizipation von Muslimen und Musliminnen in Deutschland ein. „Ich verstehe mich als Brückenbauerin zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft“, sagt sie. Mit ihrem Engagement an der Schnittstelle dieser drei Bereiche leistet die Erziehungswissenchaftlerin einen Beitrag zur Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft. Die 56-Jährige war Gründungsmitglied im Sachverständigenrat Deutscher Stiftungen für Migration und Integration und Vorsitzende des Rats für Migration e.V. Sie ist unter anderem Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des „Islamkolleg Deutschland“ und aktiv im Fachbeirat des „Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland“.

Zur Person:

Yasemin Karakaşoğlu ist Turkologin und Erziehungswissenschaftlerin. Von 2011 bis 2017 war sie Konrektorin für Internationalität und Diversität der Universität Bremen. Ihr Spezialgebiet ist die Erforschung von Interkulturalität. Die 56-Jährige wuchs als Tochter eines deutsch-türkischen Elternhauses in Norddeutschland und Safranbolu/Türkei auf. Von 1985 bis 1991 studierte Yasemin Karakaşoğlu Turkologie mit den Nebenfächern Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Hamburg und der Hacettepe-Universität Ankara (1989). Nach dem Studium war sie von 1991 bis 1995 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Türkeistudien in Essen und ab 1996 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Interkulturelle Pädagogik an der Universität Essen, wo Yasemin Karakaşoğlu 1999 promoviert wurde. Seit 2004 ist sie Professorin für Interkulturelle Bildung an der Universität Bremen.