Wer ist ein Flüchtling?

Grundlagen einer Soziologie der Zwangsmigration

Autor*innen: Prof. Dr. Albert Scherr und Prof. Dr. Karin Scherschel

Flucht ist ein gesellschaftliches Konfliktfeld in einer global ungleichen Welt. Die Berufung auf menschenrechtliche (universelle) Werte tritt zugunsten nationalstaatlicher (partikularer) Interessen zunehmend in den Hintergrund.

Globale Ungleichheiten führen dazu, dass Migration für viele die einzige Chance ist, unerträglichen Lebensbedingungen in ihren Herkunftsländern zu entkommen. Die Zielländer reagieren mit Abwehrmaßnahmen: Humanitäre Überlegungen verlieren zugunsten nationalstaatlichen politischen Interessen an Bedeutung. Karin Scherschel und Albert Scherr analysieren Flucht im Kontext von Globalisierungsprozessen sowie als gesellschaftliches Konfliktfeld. Sie fragen nach den Ursachen von Migration und nehmen die Gründe und die Folgen der restriktiven Fassung des Flüchtlingskonzepts in den Blick, mit denen Flüchtlingen Aufnahme und Schutz gewährt oder verweigert werden.

Die Publikation ist im Vandenhoeck & Ruprecht Verlag in der Reihe Fluchtaspekte erschienen und kann hier bestellt werden.

Autor*innenportrait: Prof. Dr. Albrecht Scherr ist Professor für Soziologie und Direktor des Instituts für Soziologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Er ist Mitglied im Rat für Migration. Prof. Dr. Karin Scherschel ist Professorin am Fachbereich Sozialwesen an der Hochschule RheinMain Wiesbaden und ebenfalls Mitglied im Rat für Migration.