Unterbringung von Geflüchteten

Studien zu Sammelunterkünften

Seit 2015 ist die Frage der Unterbringung ein zentraler Aspekt der Debatte um Flüchtlingspolitik, mit der sich nahezu jede Kommune konfrontiert sah. Wie ist Unterbringung von Geflüchteten rechtlich geregelt? Welche Konzepte gibt es und wie sehen kommunale Spielräume aus? Wie ist die Situation von Geflüchteten in Sammelunterkünften? Wie bewerten Geflüchtete ihre Situation, und was sagen die Mitarbeiter der Unterkünfte?

2016/2017 ließ der Rat für Migration Vorstudien in Sammelunterkünften für Flüchtlinge erstellen. Eine Studie befasst sich mit einer Erstaufnahmeunterkunft in Baden-Württemberg, eine weitere mit Gemeinschaftsunterkünften in Niedersachsen. Neben den bundes- und landespolitischen Rahmenbedingungen wird in den Vorstudien auf die Regelung und (Nicht-)Einhaltung von Mindeststandards eingegangen. Die Studie zu Niedersachsen befasst sich zudem mit der Situation besonders vulnerabler Gruppen. Zuletzt diskutieren die Studien verschiedene Konzepte, Ausgestaltungsspielräume und Alternativen der Unterbringung.

Die Studien stehen hier zum Download zur Verfügung. :

Leben Jenseits von Mindeststandards. Dokumentation zur Situation in Gemeinschaftsunterkünften in Niedersachsen.“ Von Johanna Elle und Sabine Hess.

Verwahrung in Aufnahmelagern oder Willkommenskultur?“ von Rebecca Hofmann und Albert Scherr.

Autor*innenporträts: Johanna Elle ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Gender, Flucht, Aufnahmepolitken“ an der Georg-August-Universität Göttingen. Prof. Dr. Sabine Hess ist Professorin für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Universität Göttingen und Mitglied im „Rat für Migration“. Dr. Rebecca Hofmann ist akademische Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Prof. Dr. Albert Scherr ist Direktor des Instituts für Soziologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und Mitglied im „Rat für Migration“.