Am 11. Juli 1995 wurde in Srebrenica ein unfassbares Verbrechen verübt: Über 8.000 bosniakische Jungen und Männer wurden systematisch ermordet – Ziel eines kalt geplanten und durchgeführten Genozids. Dieser Völkermord, der von internationalen Gerichten als solcher anerkannt wurde, war der schwerste Massenmord in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
30 Jahre später gedenken wir der Opfer des Genozids von Srebrenica in tiefem Schmerz, aber auch mit Entschlossenheit: Entschlossen, das Erinnern wachzuhalten. Entschlossen, rassistischen, nationalistischen und menschenverachtenden Ideologien entgegenzutreten – überall dort, wo sie sich zeigen.
Als Rat für Migration sehen wir es als unsere Pflicht, das Gedenken an Srebrenica lebendig zu halten. Dieses Verbrechen geschah mitten in Europa, unter den Augen der Weltöffentlichkeit. Es zeigt, wie tödlich das Schweigen angesichts von Hass und Ausgrenzung sein kann – und wie notwendig es ist, sich früh, laut und klar für die Würde und Sicherheit aller Menschen einzusetzen.
Unsere Gedanken sind bei den Überlebenden, den Angehörigen der Ermordeten und bei all jenen, die sich seit Jahrzehnten für Wahrheit, Gerechtigkeit und Anerkennung einsetzen.
Srebrenica ist nicht Vergangenheit. Srebrenica ist eine mahnende Erinnerung in der Gegenwart.
Mit freundlichen Grüßen,
der Vorstand des Rats für Migration
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