Zum Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliana Karakayali
Kommentar von Marina Chernivsky und Friederike Lorenz-Sinai
In der Forschung zu aktuellem Antisemitismus überwiegen historische, sozialpsychologische und politikwissenschaftliche Forschungstraditionen. Erst seit wenigen Jahren erweitert sich die Antisemitismusforschung um die Perspektive der Gewalt- und Diskriminierungsforschung mit dem Schwerpunkt des institutionellen Antisemitismus (vgl. Chernivsky/ Lorenz-Sinai 2023, 2024a). Aus einem strukturellen Verständnis von Antisemitismus als gesellschaftliches Macht- und Ungleichheitsverhältnis entsteht das Erkenntnisinteresse an Antisemitismus als sozialer Praxis und an den Erfahrungen und Deutungen von Juden und Jüdinnen. Institutionen bilden dabei ein relevantes Forschungsfeld, da sich Antisemitismus in Institutionen wie Schulen, Hochschulen, dem Gesundheitswesen, der Polizei oder auch der Familie in spezifischer Weise manifestiert. Antisemitisches Wissen wird in institutionellen Praktiken vollzogen und tradiert. Für Jüdinnen und Juden zeigt sich in institutionellen Kontexten besonders deutlich, wie es um die Gleichberechtigung, Repräsentation, Teilhabe, Sicherheit oder den Ausschluss und die Bedrohung jüdischer Communities bestellt ist.
Antisemitismus setzte sich nach der Shoah nicht nur im Denken von Einzelnen, sondern auch in diskursiven und institutionellen Routinen ungebrochen fort. Die Inhärenz antisemitischen Wissens und die Persistenz antisemitischer Gewalt in beiden deutschen Staaten konnten jedoch durch die als abgeschlossen imaginierte Vergangenheitsbewältigung überdeckt und durch ein Distanzverhältnis zu ebenjener Vergangenheit kompensiert werden. Jüdinnen und Juden wurden als abwesend imaginiert; das Alltagsleben jüdischer Communities, die verheerenden Folgen von Verfolgung und Vernichtung, die mehrfachen Migrations- und Fluchterfahrungen, die strukturellen Ausschlüsse entrückten der Forschung auf lange Zeit. Jüdische Perspektiven wurden und werden in der deutschen Wissenschaftslandschaft nach der Shoah missachtet und ausgeblendet; der Einbezug jüdischen Wissens und jüdischer Erfahrungen mussten immer wieder selbstermächtigend errungen und erstritten werden (vgl. Kranz/Ross 2022). Es ist bemerkenswert, dass erst jetzt die Frage nach institutionellem Antisemitismus und antisemitischer Diskriminierung im wissenschaftlichen Diskurs debattiert wird, angesichts der langen Geschichte der Diskriminierung gegen Jüdinnen und Juden. In der Menschheitsgeschichte vollzog sich diese Diskriminierungspraxis in Form der systematischen Verweigerung von Menschenrechten und Bürger*innenrechten in verschiedenen Gesellschaftsformationen. Die strukturelle Diskriminierung bereitete immer wieder den Boden für verschiedene Formen der Gewalt gegen jüdische Gemeinschaften und für die wiederholte Umsetzung der Vernichtungsabsicht, die den ideologischen Kern des Antisemitismus bildet.
Die institutionalisierte Antisemitismusforschung in Deutschland hat im Gegensatz zur internationalen Antisemitismusforschung die Wirkung antisemitischer Gewalt und Diskriminierung auf Jüdinnen und Juden lange nicht untersucht. Der Forschungsfokus in Deutschland lag auf dem Antisemitismus der Mehrheitsgesellschaft. Früh, bereits in den Nachkriegsjahren, beginnt das Frankfurter Institut für Sozialforschung das Ausmaß antisemitischer Einstellungen in Umfragen zu erheben. Diese sozialpsychologischen Studien waren paradigmatisch neu, zukunftsweisend und wurden weiterverfolgt. Die Erfahrungen und Bedarfe von jüdischen Communities blieben jedoch in den darauffolgenden Jahrzehnten bis auf wenige Ausnahmen (vgl. z.B. Grünberg 2013) außen vor. Erst mit dem Bericht des II. Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus 2017 fand allmählich ein Umdenken statt: Studien zu Antisemitismus aus jüdischen Perspektiven und jüdischem Alltag verdichten das Wissen über jüdische Selbstverständnisse und Antisemitismuserfahrungen von Jüdinnen und Juden in Institutionen der Gegenwartsgesellschaft (vgl. u.a. Zick et al. 2017, Chernivsky/ Lorenz/ Schweitzer 2020; Reimer-Gordinskaya/ Tziesche 2020; Grünberg et al. 2023; Fehlberg/ Kranz 2024). Bereits diese systematische Vernachlässigung der Frage nach den Effekten des historischen und aktuellen Antisemitismus kann als Hinweis auf die normalisierte strukturelle Diskriminierung von Jüdinnen und Juden gedeutet werden. Immer noch überwiegen Fremdthematisierungen – die Selbstthematisierungen der jüdischen Communities finden sehr langsam Eingang in Diskurse zur Antisemitismusprävention in Bildungsinstitutionen. Die Ignoranz gegenüber den Betroffenenperspektiven ist historisch gelegt und gesellschaftlich kollektiv getragen – der Angriff auf das Leben und die Integrität des Jüdischen vollzog sich nicht nur im Völkermord, sondern auch in dem Umgang mit dessen Folgen im Nachkriegsdeutschland. Jüdische Erfahrungen wurden jahrzehntelang nicht ernstgenommen. Sie galten als nicht sachlich und nicht objektiv genug, um wissenschaftlich gewürdigt und einbezogen zu werden (vgl. Kranz/ Ross 2022).
Der Diskurs um Gewaltfälle gegen jüdische Schüler*innen an deutschen Schulen sowie um Rassismus und Antisemitismus in polizeilichen Netzwerken brachte eine weitere Entwicklung hervor – es stellte sich zunehmend die Frage nach dem Umgang mit Antisemitismus in der Schule, in Kindertagesstätten, im Strafvollzug und bei der Polizei (vgl. u.a. Braband/ Körs 2025, Chernivsky/ Lorenz-Sinai 2024b, Schubert 2023). Die qualitative sozialwissenschaftliche Forschung zu Antisemitismus in Institutionen und die Forschung zu jüdischen Perspektiven auf Antisemitismus ebneten den Weg für neue Analysekategorien wie die des institutionellen Antisemitismus. Diese Aktualisierung betrifft auch wissenschaftliche Institutionen selbst.
Der Vergleich der analytischen Kategorie des Institutionellen kann das Verstehen von Rassismus und Antisemitismus rahmen und vertiefen. Es ist daher zu begrüßen, dass Sina Arnold und Juliane Karakayali die Zusammenhänge und Unterschiede von institutionellem Rassismus und Antisemitismus ausloten. Treffend führen die beiden Autorinnen aus, dass die Antisemitismusforschung über einen langen Zeitraum von geschichts- und einstellungszentrierten Zugängen gekennzeichnet war. Sie verweisen darauf, dass die migrationspolitischen Fragen – so auch die Frage des strukturellen Antisemitismus ebenfalls außerhalb des Diskurses standen, obwohl die Geschichte und Gegenwart des jüdischen Lebens in Deutschland immer von Migration geprägt waren. Die gegenwärtige empirische Forschung zu institutionellem Rassismus baut sowohl international als auch im deutschsprachigen Raum auf eine längere Denk- und Forschungstradition auf. Mit ihrem Pionierwerk „Die Schwierigkeit, nicht rassistisch zu sein“ ergründeten Annita Kalpaka und Nora Räthzel 1986 die Produktion des Rassismus in gesellschaftlichen Strukturen und die Verstrickung in rassistische Verhältnisse. In den frühen 2000ern, nicht zuletzt im Zusammenhang mit der PISA-Studie, entstanden Studien zu rassistischer Diskriminierung im deutschen Schulsystem. Es entwickelte sich eine breite Forschungslandschaft, oft mit direktem Bezug zu Institutionen wie der Kinder- und Jugendhilfe (vgl. Melter 2006) oder der Schule (vgl. Karakayali 2019). Aylin Karabulut (2022) untersuchte in ihrer Studie „Schulische Rassismuskritik“ die Frage, wie Lehrkräfte auf Rassismus reagieren. Daraus leitet sie die institutionelle Dimension des Rassismus an deutschen Schulen ab. Mit dem Begriff des „schulischen Artikulationstabus“ beschreibt sie die zentralen Mechanismen der Tabuisierung von Rassismus an deutschen Schulen.
Ohne den Anspruch auf die Vollständigkeit des Forschungsstandes zum institutionellen Rassismus zeichnet sich hier eine Schnittstelle in der Betrachtung des Rassismus und Antisemitismus ab. Die Forschung zu institutionellem Rassismus in Deutschland entspringt dem Bedarf am tieferen Verstehen historisch vorgelagerter, gesellschaftlich hochwirksamer (postkolonialer) Gewaltverhältnisse. Die ersten Ansätze der Antisemitismusforschung nach der Shoah stehen ebenfalls im engen Zusammenhang mit der Kontinuität und Dynamisierung antisemitischer Strukturen. Insbesondere die jüngsten Entwicklungen in der Antisemitismusforschung im Sinne der Zentrierung jüdischer Erfahrungen und institutioneller Kontexte gründen in der Immanenz des gesellschaftsfähigen Antisemitismus und im konstant hohen und gar steigenden Gewaltpotenzial. Mit der Frage, wie Antisemitismus in Institutionen in Erscheinung tritt und in welcher Formen Institutionen selbst daran beteiligt sind, wird ein Paradigmenwechsel eingeleitet (vgl. Chernivsky/ Lorenz-Sinai 2022; Chernivsky/ Lorenz-Sinai 2024a). Statt zu fragen, ob und in welchem Ausmaß Antisemitismus auftritt, lautet die Frage einer institutionenbezogenen Forschung, welches implizite Wissen und welche Verständnisse im Umgang mit Antisemitismus zum Einsatz kommen und sich in institutionellen Praktiken und Routinen ausdrücken (vgl. ebd.). Im Kontext familialer Schweigepraktiken und tradierter Verteidigungserzählungen gewinnt die Frage der biografischen Einsozialisierung von Professionellen in antisemitische Wissensbestände und deren Rolle für das gegenwärtige Handeln in Institutionen an Bedeutung (vgl. Lorenz-Sinai 2024).
Die Befunde der seit 2018 von den beiden Autorinnen dieses Beitrags umgesetzten Forschung zu Antisemitismus in institutionellen Kontexten (vgl. Chernivksy/ Lorenz-Sinai 2024a) verweisen auf die weitgehende Normalisierung antisemitischer Strukturen in Institutionen und auf Strukturmerkmale in der Rezeption von und im Umgang mit Antisemitismus. Dabei geht es um die weitreichende Perspektivendivergenz, Distanz und Unentschlossenheit im Handeln von Lehrkräften, die in den Daten empirisch nachvollziehbar wird. Lehrkräfte verschiedenen Alters aus ost- und westdeutschen Bundesländern beschreiben Antisemitismus mit ähnlichen Metaphern als „ungreifbar“. Oft führen sie die von ihnen wahrgenommene Abstraktheit des Antisemitismus auf die vermeintliche Nicht-Anwesenheit von Jüdinnen und Juden zurück. Bei der Thematisierung von Vorfällen gehen sie nicht auf Effekte des gewaltförmigen Antisemitismus ein – Erfahrungen, Bedarfe jüdischer Schüler*innen werden von ihnen nicht thematisiert. Die Interventionen infolge antisemitischer (Sprach-)Handlungen und Übergriffe adressieren Antisemitismus als Bildungsproblem nichtjüdischer Schüler*innen und nicht als Diskriminierungs- und Gewaltform. Jüdische Schüler*innen schildern wiederum, wie ihnen, wenn sie als jüdisch entdeckt werden, die Rolle zugewiesen wird, stellvertretend sämtliche als jüdisch assoziierte Themen zu repräsentieren. Dabei geht es um die Objektifizierung von Jüdinnen und Juden als ‚historische Andere‘ und nicht als Subjekte mit ihren Wünschen, Bedarfen und Erfahrungen. Nicht zuletzt geschieht die Objektifizierung des Jüdischen durch die schulische Vermittlung der Shoah und des Judentums selbst. Hinzu kommt, dass jüdische Schüler*innen und ihre Familien in Deutschland überwiegend eine junge Migrationserfahrung haben. Im schulischen Rahmen machen sie oft auch Rassismuserfahrungen, beispielsweise mit antislawischem Rassismus oder Diskriminierung als Migrant*innen und Nicht-Muttersprachler*innen (vgl. Chernivsky/ Lorenz-Sinai 2025 i.E.).
Jüdische Schüler*innen und junge Erwachsene schildern in Bezug auf ihre Schulzeit unterschiedlich ausgeprägte Erfahrungen mit antisemitischen Übergriffen. Was sie teilen, ist die Erfahrung, sich als jüdisches Kind nicht unbefangen und selbstverständlich mit einem wesentlichen Teil ihrer familiären Identität zeigen zu können. Sie machen die Erfahrungen, dass ihre jüdische Zugehörigkeit unangenehme Reaktionen hervorruft. Jüdische Schüler*innen und ihre Familien erleben im Kontext öffentlicher Schulen, dass sie von Lehrkräften in der Regel nicht eigeninitiativ vor Antisemitismus geschützt werden, dass antisemitische vermeintliche Witze hingenommen und auf antisemitische Beleidigungen bis hin zu Übergriffen überwiegend passiv oder zögerlich reagiert wird. Die Verantwortung, Antisemitismus zu melden und zu erklären wird an jüdische Schüler*innen zurückdelegiert. Infolgedessen entwickeln jüdische Schüler*innen an öffentlichen Schulen vielfältige Bewältigungsstrategien, um möglichst unversehrt durch die Schulzeit zu kommen und unter Peers nicht aufzufallen. Die jüdische Zugehörigkeit wird im Kontext Schule zu etwas, was es zurückzuhalten gilt. (vgl. Chernivsky/ Lorenz-Sinai 2024a)
Nach dem 7. Oktober 2023 werden institutionelle Kontexte wie Kitas, Schulen oder die Altenpflege zunehmend zu einem Ort der potenziell riskanten Entdeckung der jüdischen Identität. In unserer laufenden Studie zu den Auswirkungen des 7. Oktobers auf jüdische und israelische Communities in Deutschland schildern Eltern ihre Sorge, dass ihre Kinder im außerschulischen Leben zur Zielscheibe von Angriffen werden könnten, da ihre jüdische Zugehörigkeit in der Schule bekannt ist. Über die Schule hinaus schildern Jüdinnen und Juden wie sie zunehmend vorsichtig werden, sich in institutionellen Settings als jüdisch zu zeigen, wie beispielsweise bei ärztlichen Behandlungen. (vgl. Chernivsky/ Lorenz-Sinai 2023, 2024a, d)
In den Deutungen von Lehrkräften zeigt sich im Gegensatz dazu ein limitiertes Antisemitismusverständnis, das eher die mutmaßlichen Einstellungen oder Intentionen fokussiert, und nicht die Struktur, Funktion und Auswirkung des Judenhasses und auch die eigene Beteiligung darin. Die empirisch verdichtete Tabuisierung und Externalisierung des Antisemitismus erschweren seine direkte Thematisierung und legitimieren die Nicht-Intervention. (vgl. Chernivsky/ Lorenz-Sinai 2024a) Die kollektiv eingenommene Distanz sowie die „Annahme der Nicht-Präsenz“ (Chernivsky 2018) begründet die systematische Auslassung jüdischer Erfahrungen und die Konzeptionalisierung des Antisemitismus als „Einstellung ohne Wirkung“ ohne jegliche institutionelle Involviertheit (vgl. ebd.). Auf diese Weise wird Antisemitismus entkontextualisiert und erscheint als losgelöst von den institutionellen Rahmenbedingungen und von der institutionellen Geschichte.
Deutsche Institutionen der Bildung, der Sozialen Arbeit, des Gesundheitswesens, der Polizei und Justiz weisen in Bezug auf Antisemitismus eine institutionelle Gewaltgeschichte auf. Schulen und Hochschulen waren im Nationalsozialismus erste Orte der systematischen Ausgrenzung und Verfolgung von Jüdinnen und Juden. Antisemitismus kann als historisches Strukturverhältnis verstanden werden, das von hiesigen Institutionen wie Kirchen, Staat und Bildungssystemen über Jahrhunderte tradiert wurde. Als pathische Projektion (Adorno 1966), kultureller Code (Volkov 2000) oder spezifische Machtstruktur (Foucault 1974) wird Antisemitismus in sowie von Institutionen geformt und durch historisch gelegte, gesellschaftlich hochfunktionale und habituierte Praktiken aufrechterhalten. Jüdinnen und Juden können in der Gegenwartsgesellschaft nicht ohne Einschränkung jüdisch sein; ihre Teilhabe an Bildung ist beeinträchtigt – mit im Alltag gelebten jüdischen Identitäten sind Nachteile und gar Sicherheitsrisiken verbunden. Die Fremdthematisierung, der Blick auf das Jüdische ist antisemitisch strukturiert. Die Reaktion auf sowie der Umgang mit den Antisemitismuserfahrungen sind durch die Distanz und Irritationsabwehr (Reemtsma 2024) geprägt. Das Nachdenken über die Zusammenhänge und Übertragbarkeiten des Konzepts des institutionellen Rassismus auf Antisemitismus erfordert daher neben der Berücksichtigung von multidimensionaler Diskriminierung eine tiefergehende Analyse der weitreichenden Leerstellen in der Forschung und Arbeit zu Antisemitismus vor dem Hintergrund seiner Derealisierung und weitreichender institutioneller Lücken, die diese Praxis hinterlassen hat.
Literatur
Adorno, Theodor W. (1966): Negative Dialektik. Suhrkamp Verlag.
Braband, Janne/Körs, Anna (2025; i.E.): Judentum im Religionsunterricht in der Grundschule: zwischen Nicht-Thematisierung, Stereotypisierung und Antisemitismusprävention. In: Zeitschrift für Religion, Gesellschaft und Politik., Vol. 8, Is. 2.
Chernivsky, Marina/ Lorenz-Sinai Friederike (2025; i.E.): Antisemitismus im Kontext Schule in Sachsen-Anhalt – Studienbericht. Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung/ Fachhochschule Potsdam (Hg.), Berlin.
Chernivsky, Marina/ Lorenz-Sinai Friederike (2024a): Institutioneller Antisemitismus in der Schule. Baustein 14, Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Aktion Courage e.V., Berlin. Hier als Download verfügbar: https://www.schule-ohne-rassismus.org/produkt/baustein-14-institutioneller-antisemitismus-in-der-schule/
Chernivsky, Marina/ Lorenz-Sinai, Friederike (2024b): Antisemitismuserfahrungen und die Rolle der Polizei – ein ambivalentes Verhältnis. In: Borchert, Jens/ Giesel, Linda (Hg.): Der Rechtsstaat im Kampf gegen Antisemitismus – Perspektiven auf Polizei, Justiz und Strafvollzug. Beltz Juventa. S. 32-42.
Chernivsky, Marina/ Lorenz-Sinai, Friederike (2024c): Antisemitismus vor und nach dem 7. Oktober – Historische Kontinuitäten, Erscheinungsdimensionen und empirische Befunde. In: Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus e.V. (Hg.). Ligante Schriftenreihe – Fachdebatten aus der Präventionsarbeit: Der Nahostkonflikt als Katalysator. H. 7, S. 9 – 15.
Chernivsky, Marina/ Lorenz-Sinai, Friederike (2024d): Antisemitismus in der Schule – empirische Befunde und Reflexionsempfehlungen auf der Basis einer Studie in Baden-Württemberg. In: Meier, Marcus/ van Norden, Maren/ Werner, Sebastian (Hg.): Bildungsarbeit gegen Antisemitismus – Grundlagen, Methoden & Übungen. 2. überarbeitete Auflage. Wochenschauverlag. S. 281 – 301.
Chernivsky, Marina/ Lorenz-Sinai, Friederike (2023): Antisemitismus in institutionellen Kontexten – Soziale Prozesse der Deutung und Einordnung. In: Migration und Soziale Arbeit. H. 1/2023, S. 54 – 61, DOI: 10.3262/MIG2301054
Chernivsky, Marina / Lorenz, Friederike (2020): Antisemitismus im Kontext Schule. Deutungen und Umgangsweisen von Lehrer*innen an Berliner Schulen. Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment, Berlin.
Chernivsky, Marina/ Lorenz-Sinai, Friederike/ Schweitzer, Johanna (2022): Von Antisemitismus betroffen sein. Deutungen und Umgangsweisen jüdischer Familien und junger Erwachsener. Beltz.
Fehlberg, Torsten/Kranz, Dani (2024): Selbstwirksamkeit, Widerstand und Religion: Nuancen der Selbstverortung jüdischer Aktivisten in Deutschland. In: Vereint im Ressentiment Autoritäre Dynamiken und rechtsextreme Einstellungen. Leipziger Autoritarismus Studie, Psychosozial Verlag, S. 231 – 252.
Foucault, Michel (1974): Die Ordnung der Dinge. Suhrkamp Taschenbuch
Grünberg, Kurt (2013): Ist das Antisemitismus? Deutsch-jüdische Erfahrungen nach der Shoah. Psychoanalyse. Texte zur Sozialforschung, 17(2), S. 275–286.
Kalpaka, Annita/ Rätzhel, Nora (1986): Die Schwierigkeit nicht rassistisch zu sein. EXpress Edition.
Karablut, Aylin (2022): Schulische Rassismuskritik. Zur Überwindung des Artikulationstabus in schulischen Organisationsmilieus. Springer VS.
Karakayali, Juliane/ Zur Nieden, Birgit (2019): Segregation als Diskriminierungserfahrung Zeitschrift für Pädagogik 65. Jahrgang, Heft 6/2019, S. 888-903.
Karakayalı, Juliane/ Holler, Malte (2022). Rassismus und Segregation. In: Siouti, Irini / Spies, Tina / Tuider, Elisabeth / von Unger, Hella / Yildiz, Erol (Hg.), Othering in der postmigrantischen Gesellschaft. Herausforderungen und Konsequenzen für die Forschungspraxis. Transcipt, S. 179–200.
Kranz, Dani /Ross, Sarah M. (2022): Jüdische Selbstermächtigung in der deutschen Wissenschaftslandschaft: Tektonische Verschiebungen in der Judaistik und den Jüdischen Studien nach 1990. In: Chernivsky, Marina/Lorenz-Sinai, Friederike (Hg.): Weitergaben und Wirkungen der Shoah in Erziehungs- und Bildungsverhältnissen der Gegenwartsgesellschaft. Verlag Barbara Budrich, S. 79–100.
Lorenz-Sinai, Friederike (2024): Lehrer*innen und die Shoah – Gefühlserbschaften, Narrative und Vermittlungsanliegen. ZQF 25. Jg., Heft 2/2024, S. 242–256. https://doi.org/10.3224/zqf.v25i2.05
Melter, Claus (2006): Rassismuserfahrungen in der Jugendhilfe: Eine empirische Studie zu Kommunikationspraxen in der Sozialen Arbeit. Waxmann Verlag.
Reemtsma, Jan Philipp (2024): Antisemitismus – Was gibt es da zu erklären? Essay. Bundeszentrale für politische Bildung. APuZ – Aus Politik und Zeitgeschichte: Antisemitismus. 74 Jg., 25-26 2024.
Reimer-Gordinskaya, Kathrin/ Tzschiesche, Selana (Hg.) (2020): Der Berlin-Monitor. Antisemitismus – Heterogenität – Allianzen. Forschungsbericht zum ersten Schwerpunkt der Aktivierenden Befragung im Berlin-Monitor. Klampen Verlag.
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Zick, Andreas / Hövermann, Andreas/ Jensen, Silke / Bernstein, Julia/ Perl, Nathalie (2017): Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland. Ein Studienbericht für den Expertenrat Antisemitismus. Bielefeld: Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung.
