Nach Kölner Silvesternacht: Rat für Migration warnt vor übereilten Reformen und Panikmache

Pressemitteilung des Rats für Migration zur Debatte nach der Kölner Silvesternacht
Pressemitteilung vom 14. Januar 2016

In der Silvesternacht haben mehrere Männergruppen am Kölner Hauptbahnhof Frauen sexuell belästigt und ausgeraubt. Die meisten Tatverdächtigen sind Ausländer. Die Vorfälle haben der Asyldebatte neuen Aufwind verschafft.

Der „Rat für Migration“ (RfM) verurteilt die Taten in Köln, warnt jedoch vor voreiligen Schlussfolgerungen: „Restriktive Reformen des Straf- und Asylrechts, wie sie viele Politiker derzeit fordern, werden sexuelle Übergriffe nicht verhindern können“, erklärt der Soziologe Prof. Dr. Albert Scherr. „Aus kriminalsoziologischen Studien wissen wir, dass sich Gewalt- und Sexualstraftäter von Sanktionsdrohungen nicht abhalten lassen.“ Die vorgeschlagenen Reformen seien daher wenig hilfreich und folgen laut Scherr einer moralischen Panik: „Flüchtlinge werden pauschal als Bedrohung dargestellt und Ad-hoc-Maßnahmen als Lösungen präsentiert – ohne vorab die Ursachen analysiert zu haben.“

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