„Auf dem Prüfstand: die Studie des Medienwissenschaftlers Michael Haller zur ‚Flüchtlingsberichterstattung‘ in deutschen ‚Leitmedien'“

Im Juli 2017 veröffentlichte die Otto-Brenner-Stiftung eine neue Studie zur Berichterstattung über die Fluchtmigration zwischen Februar 2015 bis März 2016. Das Forscherteam um Michael Haller (Universität Leipzig) kommt zum Schluss, dass die deutschen Medien in der sogenannten Flüchtlingskrise versagt hätten, weil sie zu positiv und zu politik- und elitenzentriert berichtet hätten. Dadurch seien die Positionen der Kritiker aus dem öffentlichen Diskurs gedrängt worden. Die Studie hat eine Kontroverse ausgelöst, weil dem Forscherteam vorgeworfen wird, die eigentliche Komplexität der Ergebnisse auf die oben genannten Punkte zu reduzieren. Auch würden Begriffe rechter Bewegungen zu unreflektiert verwendet. Dadurch würden die Forscher jenen Rechstextremen das Wort reden, die schon immer wussten, dass uns „die Medien“ belogen haben, so der Tenor der Kritik. Das vorliegende Papier schließt an diese Debatte an, um auf Basis von Befunden der transkulturellen Kommunikationswissenschaft eine kritische Überprüfung der Thesen zu versuchen.

Autorinnenporträt: Dr. Christine Horz ist Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin an der Ruhr-Universität Bochum. Sie ist Mitglied im „Rat für Migration“ forscht unter anderem zur Teilhabe von Migranten in den Medien sowie zur medialen Berichterstattung über Flucht und Flüchtlinge.

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