Ergänzung, Spezifikation oder Ersatz des ‚Migrationshintergrundes‘ und damit verbundene Folgen

Kommentar von Dr. Thomas Kemper, Universität Osnabrück - Einreichung am 09. August 2022   Einleitung[1] Der Initialbeitrag von Anne-Kathrin Will liefert wichtige Impulse und stößt eine grundsätzliche Debatte hinsichtlich der Messung von Migration an.  Sie schlägt vor, nicht mehr den ‚Migrationshintergrund‘, sondern ausschließlich ‚Eingewanderte‘ zu erfassen, insbesondere jedoch soll der ‚Migrationshintergrund‘ durch die Erhebung von subjektiver Selbstwahrnehmung und selbstwahrgenommener Fremdzuschreibung ersetzt…

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Migrationshintergrund überwinden reicht nicht: ein Appell für mehr Rassismusforschung und bessere Daten zu struktureller Ungleichheit

Kommentar von Dr. Merih Ateş, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM), Geschäftsstelle Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa) - Einreichung am 05. August 2022 Die Debatte um Kategorien in der Rassismusforschung wird kontrovers geführt (Baumann et al. 2018, Ahyoud 2018). Kritik und Mahnung für einen achtsamen Umgang sind zwar wichtig, allerdings werden die Kategorien benötigt, um die Vielfalt innerhalb der Gruppen…

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Die Messung von Zugehörigkeiten in der Migrationsgesellschaft: Ausblenden oder Analysieren systematischer sozialer Ungleichheiten?

Kommentar von Prof. Dr. Ludger Pries, Ruhr-Universität Bochum - Einreichung am 07. Juli 2022 Mit dem Initialbeitrag „Anstelle des Migrationshintergrundes: Eingewanderte erfassen“ hat Anne-Kathrin Will einen interessanten Beitrag zur Debatte um amtliche Kategorien der Messung von Migration geliefert. Der Titel ist Programm, es wird dafür plädiert, in der amtlichen Statistik nicht mehr die Migrationsgeschichte, sondern nur noch zu erheben „ob Menschen…

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Anstelle des Migrationshintergrundes – Eingewanderte erfassen

Initialbeitrag von Dr. Anne-Kathrin Will (Humboldt-Universität zu Berlin)   Einführung Die Verwendung der Kategorie ‚Migrationshintergrund‘ in amtlichen Statistiken und Berichten steht aktuell auf dem Prüfstand.[1] Die von der Bundesregierung eingesetzte Unabhängige Fachkommission Integrationsfähigkeit und die Konferenz der für Integration zuständigen Landesministerien empfehlen übereinstimmend, ‚Migrationshintergrund‘ nicht weiter zu verwenden. Aktuell ist aber offen, wie die statistische Kategorie neu bestimmt und benannt werden…

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„Mitglieder mit Migrationshintergrund in der IG Metall“

Studie über Mitgliedern mit Migrationshintergrund, deren Beschäftigungssituation und Beteiligung AutorInnen: Dr. Serhat Karakayalı, Prof. Dr. Johannes Giesecke, Dr. Markus Schrenker, Prof. Dr. Naika Foroutan, Nihad El-Kayed Die Studie erhebt zum ersten Mal umfassende Daten zum Migrationshintergrund der IG Metall-Mitglieder. Schätzungsweise 21,7 Prozent der IG Metall-Mitglieder haben einen Migrationshintergrund. Ein bemerkenswertes Ergebnis, weil dieser Anteil dem der Gesamtbevölkerung entspricht.

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