Zum Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliana Karakayali Replik von Sina Arnold & Juliane Karakayali Wir danken den zahlreichen Kolleg:innen, die sich mit unserem Initialbeitrag auseinandergesetzt und ihn kommentiert haben. Deutlich wird, dass wir nicht die Einzigen sind, die die Trennung zwischen Antisemitismus- und Rassismusforschung beobachten. Die Kommentare bieten unterschiedliche Überlegungen dazu an, ob und wie diese Trennung überwunden werden sollte.…
Dieser Appell wird unterstützt durch Der Rat für Migration ist ein unabhängiger Verein von über 230 Migrationsforschenden, die vielfach an Querschnittsthemen wie Antirassismus, Antisemitismus, Chancengerechtigkeit und Bildung an Hochschulen arbeiten. Unterstützt wird dieser Appell des RfM durch den Rat muslimischer Studierender und Akademiker RAMSA e.V.. Wir begrüßen die Ankündigung vieler Hochschulen, den Diskriminierungsschutz durch die Berufung von Beauftragten zum Schutz vor…
Anlässlich der heutigen Gesprächsrunde von Ampel, Union und Ländern zum Thema Migration sowie der durch Bundesinnenministerin Nancy Faeser am Montag angeordneten Ausweitung der Kontrollen auf alle deutschen Landgrenzen erklärt der Rat für Migration: Das aktuell verfolgte Politikziel, schutzsuchende Personen an den Grenzen Deutschlands zurückzuweisen, stellt einen gefährlichen Populismus in der migrationspolitischen Debatte dar. Aus der geltenden Gesetzeslage ergibt sich unzweifelhaft, dass…
Am 24. Juni haben sich mehr als 100 überwiegend ostdeutsche Vereine und Stiftungen an Bundeskanzler Olaf Scholz gewandt, da ihr Einsatz für Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit akut bedroht wird. In Sachsen lassen sich ähnliche Entwicklungen am Beispiel des zerschlagenen Dachverbands sächsischer Migrant*innenorganisationen (DSM) beobachten, der im Zuge eines Sonderberichts des Sächsischen Rechnungshofs in die Insolvenz getrieben wurde. Sie laufen auf ähnlich…
Der Rat für Migration verurteilt die mediale und politische Verleumdung der kritischen Wissenschaftler*innen, die sich in einem öffentlichen Statement gegen die polizeiliche Räumung von studentischen Protestcamps im öffentlichen Raum der Universität ausgesprochen haben. Wir verstehen das Statement als das Eintreten für Wissenschaftsfreiheit und für eine gelebte Kultur akademischen Pluralismus und keinesfalls als ein Vergessen, Relativieren oder Rechtfertigen des antisemitischen Terrors am…
von Werner Schiffauer, zuerst erschiehnen in Observatorium, Nr. 75 - April 2024 der Maecenata Stiftung, Zur PDF Dieses Positionspapier speist sich aus der Sorge um die Zukunft einer pluralen Gesellschaft in Deutschland. Wir beobachten, wie seit dem 7. Oktober Frontenbildung, Intoleranz und Polarisierung zwischen gesellschaftlichen Gruppen ein bisher nicht gekanntes Ausmaß angenommen haben. Die Bereitschaft, einander zuzuhören, ist entsprechend gesunken. Allenthalben…
zu den aktuellen Gesetzgebungsvorhaben Kernaufgabe einer jeden Migrationspolitik muss es sein, die Migrationsgesellschaft zu gestalten – nicht zu verhindern. Die von der Bundesregierung aktuell forcierten Vorhaben erachtet der Rat für Migration jedoch als übereilte Aktionen, ja als ineffektive Reaktionen auf einen populistischen Migrationsskeptizismus. Notwendig wären stattdessen umsichtig entwickelte Steuerungs-instrumente. Die am 6.3.2024 in Berlin tagende Ministerpräsident:innenkonferenz läuft Gefahr, Entscheidungsprozesse in Gang…
Stellungnahme und Forderungen von Wissenschaftler*innen aus der Migrations-, Rassismus-, Antisemitismus-, Rechtsextremismus- und Diskriminierungsforschung1 1. Hintergrund Mit Entsetzen haben wir zur Kenntnis genommen, dass rechte Akteur*innen im November 2023 bei einem Treffen in Potsdam „Pläne“ einer Massendeportation von Personen diskutiert haben, die im Weltbild extrem rechter Ideologie als „nicht ausreichend assimiliert“ gelten. Gesetzlich verbriefte Aufenthaltsrechte und Staatsbürgerschaftsrechte werden mit völkisch-autoritärem Denken in…