Dialog statt Verleumdung: Wir stehen hinter unseren Mitgliedern!

Der Rat für Migration verurteilt die mediale und politische Verleumdung der kritischen Wissenschaftler*innen, die sich in einem öffentlichen Statement gegen die polizeiliche Räumung von studentischen Protestcamps im öffentlichen Raum der Universität ausgesprochen haben. Wir verstehen das Statement als das Eintreten für Wissenschaftsfreiheit und für eine gelebte Kultur akademischen Pluralismus und keinesfalls als ein Vergessen, Relativieren oder Rechtfertigen des antisemitischen Terrors am…

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Die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten und das Zusammenleben von Juden und Muslimen in Deutschland

von Werner Schiffauer, zuerst erschiehnen in Observatorium, Nr. 75  - April 2024 der Maecenata Stiftung, Zur PDF Dieses Positionspapier speist sich aus der Sorge um die Zukunft einer pluralen Gesellschaft in Deutschland. Wir beobachten, wie seit dem 7. Oktober Frontenbildung, Intoleranz und Polarisierung zwischen gesellschaftlichen Gruppen ein bisher nicht gekanntes Ausmaß angenommen haben. Die Bereitschaft, einander zuzuhören, ist entsprechend gesunken. Allenthalben…

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Stellungnahme des Rats für Migration anlässlich der Ministerpräsident:innenkonferenz

zu den aktuellen Gesetzgebungsvorhaben Kernaufgabe einer jeden Migrationspolitik muss es sein, die Migrationsgesellschaft zu gestalten – nicht zu verhindern. Die von der Bundesregierung aktuell forcierten Vorhaben erachtet der Rat für Migration jedoch als übereilte Aktionen, ja als ineffektive Reaktionen auf einen populistischen Migrationsskeptizismus. Notwendig wären stattdessen umsichtig entwickelte Steuerungs-instrumente. Die am 6.3.2024 in Berlin tagende Ministerpräsident:innenkonferenz läuft Gefahr, Entscheidungsprozesse in Gang…

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Für eine plurale und demokratische Gesellschaft – Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wirksam entgegentreten!

Stellungnahme und Forderungen von Wissenschaftler*innen aus der Migrations-, Rassismus-, Antisemitismus-, Rechtsextremismus- und Diskriminierungsforschung1 1. Hintergrund Mit Entsetzen haben wir zur Kenntnis genommen, dass rechte Akteur*innen im November 2023 bei einem Treffen in Potsdam „Pläne“ einer Massendeportation von Personen diskutiert haben, die im Weltbild extrem rechter Ideologie als „nicht ausreichend assimiliert“ gelten. Gesetzlich verbriefte Aufenthaltsrechte und Staatsbürgerschaftsrechte werden mit völkisch-autoritärem Denken in…

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Aushandlung unter Bedingungen von Ungleichheit?

Kommentar von Natascha Khakpour - Einreichung am 12. Oktober 2023 „Das war’s für sie“ sagt meine Kollegin mit bitterer Mine und schließt eine Mappe, nachdem die Frau weinend den Kursraum verlassen hat. „Wie, das war’s für sie“ frage ich ungläubig. Ich kenne doch das Prüfungsergebnis, kenne doch die beeindruckende Lernkurve, die die Person an den Tag gelegt hat. Der nächste Antritt…

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Die postmigrantische Gesellschaft ist verwundet!

Eröffnungsrede von zur Jahrestagung „50 Jahre Anwerbestopp. Vom Eigensinn der Migration“ des Vorsitzenden des Rats für Migration von Prof. Dr. Vassilis Tsianos - Gehalten am 24. November 2023 I. Der Fokus dieser Jahrestagung „50 Jahre Anwerbestopp. Vom Eigensinn der Migration“ hatte ursprünglich mit unserem Versuch zu tun, die Geschichte eines Steuerungsirrtums zu ergründen. Vor einem Jahr, als wir mit der Planung…

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Verständigung in einer mehrsprachigen Gesellschaft – erziehungswissenschaftliche Perspektiven auf Sprachregelungen für die Schule

Kommentar von Dita Vogel - Einreichung am 30. November 2023 In ihrem Initialbeitrag fragen Purkarthofer und Schroeder unter Bezugnahme auf Bude (2020), wie es gelingen kann, Anforderungen an Sprecher*innen und ihre Ein-/Mehrsprachigkeit nicht als Einpassung in einen Rahmen zu formulieren, sondern als Aushandlung in einem oder mehreren Kontexten. Sie zeigen überzeugend auf, dass demokratische Partizipation auch mit mehreren Sprachen möglich ist,…

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Einpassen oder Aushandeln – eine falsche Alternative: Für eine integrierte mehrsprachige Sprachbildung, inklusive des Deutschen

Kommentar von Dr. Peter Rosenberg[1], Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, Fakultät für Kulturwissenschaften - Einreichung am 19. September 2023 Dieser Kommentar bezieht sich auf den Initialbeitrag von Judith Purkarthofer und Christoph Schroeder zur RfM-Debatte 2023, in dem der monolinguale Habitus des deutschen Bildungswesens hinterfragt und die überfällige Anerkennung von Mehrsprachigkeit gefordert wird. Dem ist vorbehaltlos zuzustimmen. Es handelt sich beim hier vorgelegten Debattenbeitrag…

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