Sprachen nach Bedarf statt Deutsch nach Vorschrift: Ein Plädoyer für einen pragmatischen Umgang mit Mehrsprachigkeit

Replik von Judith Purkarthofer (Universität Duisburg-Essen) und Christoph Schroeder (Universität Potsdam)[1], Februar 2024 In unserem Initialbeitrag haben wir versucht, die Anforderungen an mehrsprachige Kommunikation in verschiedenen gesellschaftlichen Räumen zu verhandeln. Anhand mehrerer Beispiele haben wir postuliert, dass vorgeblich objektiv festgestellte Sprachkenntnisse dabei nicht allein die Gelingensbedingung für erfolgreichen Austausch sind. Erfreulicherweise haben sich mehr als zehn Autor*innen mittels Beiträgen zu dieser…

0 Kommentare

Aushandlung unter Bedingungen von Ungleichheit?

Kommentar von Natascha Khakpour - Einreichung am 12. Oktober 2023 „Das war’s für sie“ sagt meine Kollegin mit bitterer Mine und schließt eine Mappe, nachdem die Frau weinend den Kursraum verlassen hat. „Wie, das war’s für sie“ frage ich ungläubig. Ich kenne doch das Prüfungsergebnis, kenne doch die beeindruckende Lernkurve, die die Person an den Tag gelegt hat. Der nächste Antritt…

0 Kommentare

Verständigung in einer mehrsprachigen Gesellschaft – erziehungswissenschaftliche Perspektiven auf Sprachregelungen für die Schule

Kommentar von Dita Vogel - Einreichung am 30. November 2023 In ihrem Initialbeitrag fragen Purkarthofer und Schroeder unter Bezugnahme auf Bude (2020), wie es gelingen kann, Anforderungen an Sprecher*innen und ihre Ein-/Mehrsprachigkeit nicht als Einpassung in einen Rahmen zu formulieren, sondern als Aushandlung in einem oder mehreren Kontexten. Sie zeigen überzeugend auf, dass demokratische Partizipation auch mit mehreren Sprachen möglich ist,…

0 Kommentare

Einpassen oder Aushandeln – eine falsche Alternative: Für eine integrierte mehrsprachige Sprachbildung, inklusive des Deutschen

Kommentar von Dr. Peter Rosenberg[1], Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, Fakultät für Kulturwissenschaften - Einreichung am 19. September 2023 Dieser Kommentar bezieht sich auf den Initialbeitrag von Judith Purkarthofer und Christoph Schroeder zur RfM-Debatte 2023, in dem der monolinguale Habitus des deutschen Bildungswesens hinterfragt und die überfällige Anerkennung von Mehrsprachigkeit gefordert wird. Dem ist vorbehaltlos zuzustimmen. Es handelt sich beim hier vorgelegten Debattenbeitrag…

0 Kommentare

Vorschrift oder Bedarf – eine falsche Alternative: Für eine integrierte mehrsprachige Sprachbildung, inklusive des Deutschen

Kommentar von Dr. Peter Rosenberg[1], Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, Fakultät für Kulturwissenschaften - Einreichung am 19. September 2023 Der folgende Kommentar bezieht sich auf den Initialbeitrag von Judith Purkarthofer und Christoph Schroeder, in dem der monolinguale Habitus des deutschen Bildungswesens hinterfragt und die überfällige Anerkennung von Mehrsprachigkeit gefordert wird. Dem ist vorbehaltlos zuzustimmen. Dieser Beitrag richtet sich nicht gegen den Wert der…

0 Kommentare

Europa als Sonderfall: Dynamiken des monolingualen Habitus

Kommentar von Prof. Dr. Heike Wiese - Einreichung am 17. Oktober 2023 Judith Purkarthofer und Christoph Schroeder stoßen mit ihrem Plädoyer eine wichtige Debatte zu einem pragmatischen Umgang mit Mehrsprachigkeit in Schule und Gesellschaft an. Sie zeigen dabei unter anderem Fälle auf, in denen ein solcher pragmatischer Umgang bereits deutlich wird, etwa auf einem mehrsprachigen urbanen Straßenmarkt wie dem Maybachufermarkt in…

0 Kommentare

Sprache aus grund- und menschenrechtlicher Perspektive

Kommentar von Prof. Dr. Thomas Klein  - Einreichung am 28. November 2023 Sprache ist Ausdruck der von den nationalen und internationalen Grund- und Menschenrechtsgewährleistungen geschützten Identität und Individualität eines Menschen. Der Beitrag wirft einen kursorischen Blick auf die Frage, welche Gewährleistungen diese Normen in Bezug auf Sprache und sprachlicher Vielfalt enthalten. Sprache und Grundgesetz Im Grundgesetz wird die deutsche Sprache weder…

0 Kommentare

Mehrsprachig miteinander reden am Beispiel Beratungsgespräche

Kommentar vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) Kreis Euskirchen - Einreichung am 30. August 2023 In der Seiteneinstiegsberatung von Familien mit zugewanderten Kindern und Jugendlichen versuchen mein Kollege und ich den Familien möglichst in ihrer Sprache zu begegnen. Entweder können wir direkt mit ihnen kommunizieren oder wir holen uns Übersetzungshelfende in den jeweiligen Familiensprachen dazu. Wir sprechen die Kinder und Jugendlichen direkt an.…

0 Kommentare

Inhalts-Ende

Es existieren keine weiteren Seiten