Dossier von Christoph Schroeder für den Rat für Migration Ausgangslage Im Haushaltsjahr 2026 sollen bis auf Weiteres keine neuen Zulassungen auf Antrag für Freiwillige ohne Teilnahmeberechtigung (§ 44 Abs. 4 AufenthG) bei den Integrationskursen erteilt werden. Das geht aus einem Rundschreiben des BAMF von Anfang Februar 2026 an die Kursträger hervor. Gründe dafür sind laut dem Rundschreiben “finanzielle Herausforderungen”. Rd. 40%…
Kommentar zum Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliana Karakayali Kommentar von Prof. Dr. Astrid Messerschmidt Der Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliane Karakayali zeichnet sich durch eine produktiv-kooperative Perspektive aus, mit der für eine Zusammenarbeit von Rassismus- und Antisemitismusforschung plädiert wird. Die Chancen einer Zusammenarbeit beider Felder ergeben sich aus den übereinstimmenden Gegenständen der Migration bzw. der Migrationsgesellschaft auf der einen…
Eine Expertise von Dr. Felix Hoffmann für den Rat für Migration Korruptionsgefährdete Strukturen ohne Korruption Im März diesen Jahres wurde der Dachverband Sächsischer Migrant:innenorganisationen – bisher einzigartig in Deutschland[i] – durch die Empfehlungen eines Sonderberichts[ii] des Sächsischen Rechnungshofs vom Dezember 2023 mittelbar befördert[iii] in die Insolvenz getrieben. Teilweise bereits 2015 bewilligte, geprüfte und abgerechnete Fördergelder wurden von der Sächsischen Aufbaubank zurückgefordert…
Replik von Judith Purkarthofer (Universität Duisburg-Essen) und Christoph Schroeder (Universität Potsdam)[1], Februar 2024 In unserem Initialbeitrag haben wir versucht, die Anforderungen an mehrsprachige Kommunikation in verschiedenen gesellschaftlichen Räumen zu verhandeln. Anhand mehrerer Beispiele haben wir postuliert, dass vorgeblich objektiv festgestellte Sprachkenntnisse dabei nicht allein die Gelingensbedingung für erfolgreichen Austausch sind. Erfreulicherweise haben sich mehr als zehn Autor*innen mittels Beiträgen zu dieser…
Kommentar von Prof. Dr. Thomas Klein - Einreichung am 28. November 2023 Sprache ist Ausdruck der von den nationalen und internationalen Grund- und Menschenrechtsgewährleistungen geschützten Identität und Individualität eines Menschen. Der Beitrag wirft einen kursorischen Blick auf die Frage, welche Gewährleistungen diese Normen in Bezug auf Sprache und sprachlicher Vielfalt enthalten. Sprache und Grundgesetz Im Grundgesetz wird die deutsche Sprache weder…
Kommentar vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) Kreis Euskirchen - Einreichung am 30. August 2023 In der Seiteneinstiegsberatung von Familien mit zugewanderten Kindern und Jugendlichen versuchen mein Kollege und ich den Familien möglichst in ihrer Sprache zu begegnen. Entweder können wir direkt mit ihnen kommunizieren oder wir holen uns Übersetzungshelfende in den jeweiligen Familiensprachen dazu. Wir sprechen die Kinder und Jugendlichen direkt an.…
Pressemitteilung als PDF - 20. Oktober 2023Nach einem letzten Verbändegespräch am 18. Oktober geht der Gesetzesentwurf für ein Sächsisches Integrations- und Teilhabegesetz (SITG) nun zur Endabstimmung in den Sächsischen Landtag. Der aktuelle Entwurf stellt einen ernstzunehmenden Versuch dar, Sachsen „migrationsgesellschaftlich“ zu denken und damit die faktische Realität einer sich pluralisierenden Gesellschaft anzuerkennen. Integration und Teilhabe werden entsprechend als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe anerkannt.…
Kommentar von Dr.‘in Esin Işıl Gülbeyaz, Universität Hamburg / Universität Utrecht. Ihre Schwerpunkte sind Multilingualism, first and second language acquisition in the context of migration, School and family language policy, Intercultural communication, Linguistic diversity and social justice. - Einreichung am 30. August 2023 Mehrsprachigkeit dekolonisieren – Sprachpolitik, mehrsprachige Bildung und soziale Gerechtigkeit In ihrem Initialbeitrag stellen Judith Purkarthofer und Christoph Schroeder…