Zum Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliana Karakayali Kommentar von Marina Chernivsky und Friederike Lorenz-Sinai In der Forschung zu aktuellem Antisemitismus überwiegen historische, sozialpsychologische und politikwissenschaftliche Forschungstraditionen. Erst seit wenigen Jahren erweitert sich die Antisemitismusforschung um die Perspektive der Gewalt- und Diskriminierungsforschung mit dem Schwerpunkt des institutionellen Antisemitismus (vgl. Chernivsky/ Lorenz-Sinai 2023, 2024a). Aus einem strukturellen Verständnis von Antisemitismus als gesellschaftliches…
Zum Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliana Karakayali Kommentar von Prof. Dr. Dani Kranz und Ina Schaum „Alltagserfahrungen, die Juden:Jüdinnen mit gegenwärtigem Antisemitismus machen, sind allerdings bisher nur selten Gegenstand wissenschaftlicher Auseinandersetzung“ (Arnold/Karakayalı 2024, S. 3). Dieses Zitat aus dem Initialbeitrag der Ethnologin Sina Arnold und der Soziologin Juliane Karakayalı (2024) greift das eigentliche Hauptproblem der kaum existierenden Verbindung von Antisemitismus-…
Dieser Appell wird unterstützt durch Der Rat für Migration ist ein unabhängiger Verein von über 230 Migrationsforschenden, die vielfach an Querschnittsthemen wie Antirassismus, Antisemitismus, Chancengerechtigkeit und Bildung an Hochschulen arbeiten. Unterstützt wird dieser Appell des RfM durch den Rat muslimischer Studierender und Akademiker RAMSA e.V.. Wir begrüßen die Ankündigung vieler Hochschulen, den Diskriminierungsschutz durch die Berufung von Beauftragten zum Schutz vor…
Zum Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliana Karakayali Kommentar von Darja Klingenberg 1. Empirisch betrachtet Vor dem Hintergrund einer verfahrenen deutschsprachigen wissenschaftlichen und erst recht politischen Debatte um das Verhältnis von Rassismus- und Antisemitismusforschung beginnen Sina Arnold und Juliane Karakayalı ihren Aufschlag zur RfM-Debatte von einem erfrischend anderen Ausgangspunkt. In verkeilten Diskussionen ist dies meist eine gute Idee. Sie stellen die…
Zum Initialbeitrag von Dr. Sina Arnold und Prof. Dr. Juliana Karakayali Ein Kommentar von Prof. Dr. Michael Müller Der Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliane Karakayali folgt einer durchaus plausiblen Annahme, dass die Integration von methodischen und empirischen Erkenntnissen aus den Forschungen zu Antisemitismus und Rassismus und die stärkere institutionelle Zusammenarbeit Synergieeffekte erzeugen können und dabei im Idealfall mehr Diskursmacht für…
Kommentar zum Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliana Karakayali Kommentar von Prof. Dr. Astrid Messerschmidt Der Initialbeitrag von Sina Arnold und Juliane Karakayali zeichnet sich durch eine produktiv-kooperative Perspektive aus, mit der für eine Zusammenarbeit von Rassismus- und Antisemitismusforschung plädiert wird. Die Chancen einer Zusammenarbeit beider Felder ergeben sich aus den übereinstimmenden Gegenständen der Migration bzw. der Migrationsgesellschaft auf der einen…
von Werner Schiffauer, zuerst erschiehnen in Observatorium, Nr. 75 - April 2024 der Maecenata Stiftung, Zur PDF Dieses Positionspapier speist sich aus der Sorge um die Zukunft einer pluralen Gesellschaft in Deutschland. Wir beobachten, wie seit dem 7. Oktober Frontenbildung, Intoleranz und Polarisierung zwischen gesellschaftlichen Gruppen ein bisher nicht gekanntes Ausmaß angenommen haben. Die Bereitschaft, einander zuzuhören, ist entsprechend gesunken. Allenthalben…