Hier finden Sie Beiträge von Mitgliedern des Rats für Migration zu aktuellen Debatten. Sollten Sie Kontakt zu einer Autorin oder einem Autor aufnehmen wollen, benutzen Sie bitte aktuelle Liste aller Ratsmitglieder oder wenden Sie sich an unsere Geschäftsstelle.

Aktuelle Diskussionsbeiträge

 

Plädoyer für ein Einwanderungsgesetz - Stellungnahme zur Debatte um ein Einwanderungsgesetz Autoren: Prof. Dr. Thomas Groß und Prof. Dr. Jürgen Bast Einwanderung nach Deutschland wird auch in Zukunft wünschenswert und erforderlich sein. Hierfür braucht es eine ausdrückliche gesetzliche Anerkennung.
„Die Zugangswege nach Europa sind riskanter und tödlicher geworden“ - Stellungnahme zur Flüchtlingspolitik in Deutschland und Europa AutorInnen: Prof. Dr. Albert Scherr, Dr. Bastian A. Vollmer, Prof. Dr. Sabine Hess Angesichts des aktuellen Versagens des Systems des internationalen Flüchtlingsschutzes müssen und können die Europäische Union und Deutschland mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen einen Beitrag zum Flüchtlingsschutz leisten und Signale zur Wahrung menschenrechtlicher Verpflichtungen setzen.
„‚Integration‘ und Medien – Vom Schlagwort zum begriffenen Konzept?“ - Stellungnahme zum Integrationsbegriff in den Medien Autor: Prof. Dr. Georg Ruhrmann Mittlerweile kommt in fast jeder (medialen) Äußerung zur Innenpolitik das Wort „Integration“ vor. Ein angemessener Umgang mit der Thematik setzt voraus, dass die Begrifflichkeiten verstanden und zutreffend verwendet werden.
„Migration und Medien – Befunde und Perspektiven“ - Stellungnahme zur medialen Berichterstattung über Migration Autor: Prof. Dr. Georg Ruhrmann Seit den 1960er Jahren wird die Mediendarstellung von Migration systematisch analysiert. Demnach berichten Medien über MigrantInnen negativer als über Inländer. Medial treten MigrantInnen (erst) im Kontext von Kriminalitätsereignissen auf.
„Partizipation und öffentlich-rechtliche Medien – Herausforderungen in der Migrationsgesellschaft“ - Stellungnahme zur Rolle der öffentlich-rechtlichen Medien in der Einwanderungsgesellschaft Autorin: Dr. Christine Horz Öffentlich-rechtlichen Medien kommt eine besondere Verantwortung im Prozess der demokratischen Meinungsbildung zu. Sie sind beauftragt, ausnahmslos allen Bürgern eine mediale Grundversorgung zur Verfügung zu stellen. Diese Integrationsfunktion können sie aber nur dann erbringen, wenn sich auch Migrant*innen auf allen Ebenen des medialen Produktions- und Kommunikationsprozesses beteiligen können.
„Zielsetzungen einer ‚Gemeinsamen Europäischen Asylpolitik'“ - Stellungnahme zur EU-Asylpolitik Autor: Prof. Dr. Albrecht Weber Wo steht die europäische Asylpolitik heute? Welche Reformen wären nötig? Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Albrecht Weber plädiert unter anderem für eine faire und effektive Lastenteilung, eine schnellere Ablehnung bei unzulässigen oder offensichtlich unbegründeten Asylanträgen sowie für die Angleichung von Mindeststandards bei der Aufnahme von Flüchtlingen.
„Der migrationsspezifische Einfluss auf parlamentarisches Handeln“ - Artikel: Welchen Einfluss haben Politikerinnen und Politikern mit Migrationshintergrund auf parlamentarisches Handeln? Autoren: Prof. Dr. Andreas Blätte und Dr. Andreas M. Wüst Mit der erhöhten parlamentarischen Präsenz von Politikerinnen und Politikern mit Migrationshintergrund stellt sich die Frage, ob diese Abgeordneten die Bevölkerung substanziell anders repräsentieren als Abgeordnete, die keinen Migrationshintergrund besitzen.
Das Recht auf Familie - Stellungnahme des Deutschen Instituts für Menschenrechte: Das Recht auf Familie. Familieneinheit von Kindern und Eltern ermöglichen – auch für subsidiär Geschützte. Autor: Hendrik Cremer In dieser Stellungahme spricht sich das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) dagegen aus, den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte auszusetzen. Der Beitrag verdeutlicht zunächst, dass die entsprechende Regelung im „Asylpaket II“ in der Praxis bewirkt, dass Kinder drei Jahre oder länger von ihren Eltern getrennt sein würden.
Konsequenzen von Kulturalismus - Von konfrontativen zu partizipativen Ansätzen in der Vermittlung von Sprache, Kultur und Werten Autor: Arata Takeda Wenn es um die Ausgrenzung von Migrantinnen und Migranten geht, ist in gesellschaftlichen Debatten häufig die Rede von Rassismus: dem offenen oder verdeckten, latenten oder strukturellen… Aber ist diese Ausweitung des Rassismusbegriffs praktikabel?
Flucht, Sex und Diskurse - Rede von Prof. Dr. Paul Mecheril Knapp 60 Millionen Menschen sind gegenwärtig auf der Flucht und alle Prognosen,die ich kenne, verweisen darauf, dass die Zahl zukünftig steigen wird. Von diesen 60 Millionen sind mehr als die Hälfte unter 18 Jahren alt.  86 Prozent dieser 60 Millionen fliehen in sogenannte Entwicklungsländer und leben dort unter existenziell bedrohlichen Verhältnissen.  (…)
Neue Zeitschrift: „Flüchtlinge, Flucht und Medien“ - Zur aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Global Media Journal“ Herausgeberinnen: Dr. Christine Horz, Prof. Dr. Carola Richter  Wie berichten Medien über Migration und Flucht? Welche Informationskanäle nutzen Geflüchtete vor, während und nach der Flucht? Diesen und weiteren Fragen gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Global Media Journal“ nach.
Wendepunkt nach Köln? Zur Debatte über Kultur, Sexismus und Männlichkeitskonstruktionen - Essay über die Debatte nach den Ereignissen in der Kölner Silvesternacht Autorinnen: Prof. Dr. Helma Lutz und Dr. Meltem Kulaçatan - Die Debatte über die Silvesternacht 2015/16 am Kölner Hauptbahnhof gilt bereits jetzt als Ereignis, das die ‚Deutsche Willkommenskultur‘ für Flüchtlinge zum Kippen gebracht hat. Köln ist zu einem Symbol geworden für die massiven Probleme, die angeblich mit den Flüchtlingen ‚einwandern‘ und besonders den weiblichen Teil der deutschen Bevölkerung bedrohen.
Blog „HarekAct“: Informationsplattform zu türkisch- europäischer Migrationspolitik - Neuer Blog zu internationalen Migrationspolitiken Der transnationale Blog „HarekAct“ bietet aktuelle Analysen, wissenschaftliche Texte und Berichte zu Migrationspolitiken mit Türkeibezug. Er wurde von Aktivisten und Wissenschaftlern aus der Türkei, Deutschland und Österreich, darunter auch RfM-Mitglied Prof. Dr. Sabine Hess, ins Leben gerufen.
Umsetzung der EU-Türkei-Vereinbarung vom 18.3.2016 - Stellungnahme des Deutschen Instituts für Menschenrechte: Umsetzung der EU-Türkei-Vereinbarung vom 18.3.2016 Autor: Dr. Hendrik Cremer Die Stellungnahme des Deutschen Instituts für Menschenrechte macht deutlich, dass die EU-Türkei-Vereinbarung vom 18.3.2016 in ihrer Umsetzung nicht mit Menschenrechten und internationalem Flüchtlingsrecht vereinbar ist.
Schweizer Impulse für schnelle und faire Asylverfahren in Deutschland - Neue Studie zum Aufnahmesystem für Flüchtlinge in Deutschland und der Schweiz Autor: Prof. Dr. Dietrich Thränhardt Das deutsche Asylsystem steckt in einer Funktionskrise: Asylbewerber müssen monatelang warten, bis sie ihren Antrag stellen können, der Berg unbearbeiteter Asylanträge wächst. Wie lässt sich das Aufnahmesystem fairer und effizienter gestalten?
Keine Asylanerkennung für Flüchtlinge aus türkischen Lagern? - Debattenbeitrag zum Umgang mit Flüchtlingen aus der Türkei Autorin: Prof. Dr. Anna Lübbe In der Debatte um die Begrenzung der Asylbewerberzahlen, soweit sie nicht nationale Alleingänge propagiert, sondern europäisch und international nach Lösungen sucht, rückt  zunehmend die Türkei als Kooperationspartner ins Zentrum.
Köln und die Folgen - Debattenbeitrag zur Debatte nach der Kölner Silvesternacht Autorin: Prof. Dr. Kira Kosnick Wer  dachte, es gäbe zu den Ereignissen der Silvesternacht in Köln und anderswo so gar nichts Amüsantes zu sagen, hat insofern Recht, als dass sexuelle Gewalt an Frauen in unserer Gesellschaft viel zu oft bagatellisiert wird.
Die Flüchtlingskrise und das Recht – Leistungsfähigkeit und Probleme des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems - Artikel zum Umgang mit dem geltenden Flüchtlingsrecht Autor: Prof. Dr. Jürgen Bast Bei aller „deutschen Flexibilität“ (Angela Merkel), die in Situationen wie der Flüchtlingskrise des Jahres 2015 gefragt ist, sind es doch die gesicherten Reaktionsmuster, Routinen und Problemlösungen des Rechts, die uns dabei helfen, angemessen auf unbekannte Situationen zu reagieren: Die Flüchtlingskrise ist ohne das Flüchtlingsrecht nicht zu bewältigen.
Wer soll deportiert werden? - Wie die folgenreiche Unterscheidung zwischen den ‚wirklichen‘ Flüchtlingen, den zu Duldenden und den Abzuschiebenden hergestellt wird Autor: Prof. Dr. Albert Scherr Migrant/innen werden dadurch zu anerkannten Flüchtlingen, dass ihnen durch aufnehmende Staaten auch dann ein Recht auf Einreise und Aufenthalt zugesprochen wird, wenn dies deklarierten ökonomischen und politischen Interessen des Aufnahmestaates nicht entspricht.
Asyl in Deutschland und Europa - Zwischen Willkommenskultur und Behördenversagen Autor: Prof. Dr. Dietrich Thränhardt Mit der Öffnung der Grenzen für die Flüchtlinge aus Budapest hat sich die Flüchtlingspolitik in Deutschland und in Europa verändert. An die Stelle der „Eindämmung der Asylmigration“ (de Maizière) ist eine engagierte Aufnahmebereitschaft getreten, die breite Unterstützung in der Gesellschaft findet.