Das aktuelle Grenzschutz-System der Europäischen Union ist gescheitert. Die bisherige Grenzschutzpolitik hat sich als katastrophal erwiesen: Sie konnte weder Migranten daran hindern, illegal in die EU einzuwandern, noch konnte sie verhindern, dass tausende Menschen auf der Überfahrt ums Leben kommen. Es ist also längst an der Zeit, vom Kontroll-orientierten, militärischen Ansatz Abschied zu nehmen, der bislang die Grenzpolitik der EU gekennzeichnet hat. Oft heißt es, wenn die Abschottungsregeln gelockert würden, würde eine unkontrollierbare Masse illegaler Einwanderer die Außengrenzen der EU stürmen. Dafür gibt es jedoch keine empirischen Belege. Die Sektion Grenze im Rat für Migration beschäftigt sich mit der Frage, wie eine humanitäre Grenzschutzpolitik aussehen könnte, die vermeidet, dass Menschen bei dem Versuch Europa zu erreichen sterben. Außerdem widmen sich die Mitglieder der Sektion analytisch-kritisch den Entwicklungen in den verschiedenen Regionen.

Sektionssprecherin und Sektionssprecher: Prof. Dr. Sabine Hess, Prof. Dr. Albert Scherr und Prof. Dr. Bastian A. Vollmer

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Stellungnahme zur Flüchtlingspolitik in Deutschland und Europa vom 21. Juli 2017: „Die Zugangswege nach Europa sind riskanter und tödlicher geworden“.
Presseerklärung des Rats für Migration zur aktuellen Flüchtlings- und Grenzpolitik vom 24. Oktober 2016: „Rat für Migration fordert Umdenken in der Flüchtlingspolitik“.