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Politische Essays zu Migration und Integration

Analysen und Antworten zu aktuellen Fragen von Migration und Integration

„Politische Essays zu Migration und Integration" – in dieser Reihe, die der RfM seit April 2007 publiziert, analysieren namhafte Autoren in aktuellen Essays Entwicklungen der Migrations- und Integrationspolitik und beziehen Stellung zu aktuellen Fragen, Entwicklungen und Problemen in Deutschland, Europa und der Welt.

Olaf Hahn (Programmbereich „Gesellschaft und Kultur" der Robert Bosch Stiftung) geht im aktuellen Essay der Frage nach, welchen Beitrag Stiftungen derzeit und künftig zu mit Integration verbundenen Herausforderungen leisten können und sollten.

Politische Essays zu Migration und Integration – Ausgabe 1/2009

Stiftungen und die Förderung der Integration von Migranten


Nachdem Fragen der Integration und Migration lange Zeit in Deutschland vernachlässigt wurden, braucht aktuell niemand mehr auf die Bedeutung dieses Themas hinzuweisen. Angesichts einer wachsenden Vielzahl an integrationspolitischen Analysen, Plänen und Maßnahmen stellt sich auch für Stiftungen die Frage, welchen Beitrag sie leisten können und sollten.

Dr. Olaf Hahn (Programmbereich „Gesellschaft und Kultur" der Robert Bosch Stiftung) gibt Antworten auf diese Fragen. Stiftungen, so stellt der Autor fest, genießen als starke Akteure innerhalb der Zivilgesellschaft eine für Integrationsfragen starke und weiter wachsende Bedeutung. Durch ihre Verbundenheit mit dem Gemeinwesen sind sie oft nahe an den täglichen Problemlagen vor Ort und können durch ihre Handlungsfreiheit neue und kreative Wege aufzeigen, mit Herausforderungen umzugehen.

Stiftungen und die Förderung der Integration von Migranten als PDF-Datei

Politische Essays zu Migration und Integration – Ausgabe 2/2008

Integrationsmonitoring: Neue Wege in Nordrhein-Westfalen
 

Die Datenlage zur Integration von zugewanderten Menschen wurde in der Vergangenheit von verschiedenen Seiten als unzulänglich beklagt, denn die meisten Fachstatistiken waren auf die Grob-Differenzierung „Deutsche/Ausländer" angewiesen. Mit dem Mikrozensusgesetz von 2005 ergaben sich allerdings neue Möglichkeiten der Datenerhebung und damit des Integrationsmonitorings.

Dr. Bernhard Santel (Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration Nordrhein-Westfalen) stellt in seinem Essay die erfolgten Änderungen vor. Er wirft dabei einen detaillierten Blick auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen, denn der von der NRW-Landesregierung vorgelegte „Integrationsbericht 2008", dessen wesentliche Ergebnisse er hier auch präsentiert, nutzt die neuen Optionen der Datenerhebung. Mit dem erfolgten Integrationsmonitoring ist es möglich, ein differenzierteres Bild über die Lebenslage zugewanderter Menschen und ihrer Familien zu zeichnen, so der Autor.

Integrationsmonitoring: Neue Wege in Nordrhein-Westfalen

Politische Essays zu Migration und Integration – Ausgabe 1/2008

Der Beitritt der Türkei zur Europäischen Union –
ein türkisches oder primär ein europäisches Problem?
 

Welche Vorraussetzungen müsste die Türkei für einen Beitritt zur EU mitbringen und verspricht diese mögliche Erweiterung überhaupt einen Gewinn, sowohl für die EU als auch für die Türkei selbst? Diese Fragen analysiert Prof. Dr. Christine Langenfeld (Institut für öffentliches Recht, Georg-August-Universität Göttingen) in ihrem Essay. Im Vergleich zu den bisherigen Erweiterungen würde es sich bei diesem Beitritt um eine Frage von besonderem ökonomischem, politischem und auch kulturellem Gewicht handeln, die besonders auch die Frage nach der Finalität der EU selbst tangiert.

Die Autorin beleuchtet in ihrem Beitrag die innere Verfasstheit der Türkei in Hinsicht auf ihre politischen und demokratischen Entwicklungen, Religionsfreiheit und Minderheitenrechte sowie den Stand der Reformen. Sie blickt aber auch auf den Zustand der EU und die Auswirkungen eines Beitritts auf den weiteren Verlauf der europäischen Integration. Sie sieht die Gefahr einer Mitgliedschaft zweiter Klasse für die Türkei mit zahlreichen restriktiven Sondervorschriften. Gewinnbringender für beide Seiten wäre hingegen, hochwertige Alternativen zu formulieren und gleichberechtigt in einem ehrlichen und offenen Dialog zu debattieren.

Der Beitritt der Türkei zur Europäischen Union – ein türkisches oder primär ein europäisches Problem? als PDF-Datei)

Politische Essays zu Migration und Integration – Ausgabe 4/2007

Migranten und (andere) Mitglieder. Personalentwicklung im Staat
 

Dieser Beitrag beschreibt ein weniger gängiges und mit der normativen Selbstbeschreibung von Staaten nicht vollkommen kompatibles bevölkerungspolitisches Handlungsmuster. Dr. Holger Kolb (Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück) baut in diesem Essay auf der Grundidee auf, dass Staaten nicht zuletzt aufgrund weltwirtschaftlicher Globalisierungsprozesse ihrer Mitgliedschaft (=Bevölkerung) als Determinante für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit ein verstärktes Augenmerk schenken müssen. Staaten können sich also hinsichtlich ihrer Bevölkerung nicht gleichgültig verhalten.

Mit der Kategorie der die Erwerbsmitgliedschaft regulierenden Einwanderungs- und der die Kategorie der Geburtsmitgliedschaft steuernden Familienpolitik identifiziert der Autor zwei bevölkerungspolitisch relevante Handlungsfelder staatlicher Personalpolitik und zeigt, dass sich in beiden Bereichen eine staatliche Personalentwicklung mit dem Ziel herausgebildet hat, Mitgliedschaft zu optimieren.

Migranten und (andere) Mitglieder. Personalentwicklung im Staat als PDF-Datei

Politische Essays zu Migration und Integration – Ausgabe 3/2007

Illegale Migration. Eine ökonomische Perspektive
 

Wieso nehmen Menschen das Risiko eines Lebens in der Illegalität auf sich und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für den Staat. Diesen Fragen geht Prof. Dr. Thomas Straubhaar (Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut, Volkswirtschaftslehre Universität Hamburg) nach und skizziert Antworten und Lösungen.

Staaten versuchen, die Kosten für illegale Zuwanderung durch effektivere Grenzsicherung und Verengung der rechtlichen Möglichkeiten zu erhöhen. Offenbar aber nicht ausreichend, um jene Menschen abzuhalten, für die es bei der Frage von Migration um „nichts oder alles" geht. Obwohl der illegale Grenzübertritt als eine Provokation des Rechtsstaates gesehen werden kann, sieht der Autor den gesellschaftlich relevanteren Aspekt in der illegalen Beschäftigung im Zielland.

Illegale Beschäftigung (von Migranten) kommt vor allem dann auf, wenn der Arbeitsmarkt übermäßig reguliert ist. Somit verschiebt sich die Lösungsperspektive von der Zuwanderungs- hin zur Arbeitsmarktpolitik, denn De-Regulierung senkt auch die Anreize zu illegaler Beschäftigung. Es gilt aber zusätzlich, unter entwicklungspolitischen Gesichtspunkten auf die weltweit enormen Unterschiede in den Lebensbedingungen einzuwirken.

Illegale Migration. Eine ökonomische Perspektive als PDF-Datei

Politische Essays zu Migration und Integration – Ausgabe 2/2007

Zuwanderung nach Deutschland – Eine Bilanz
 

Obwohl ein Umdenken z.B. aufgrund ökonomischer Bedürfnisse längst notwendig geworden ist, steht Deutschland Einwanderung nach wie vor skeptisch gegenüber. Zu diesem Schluss gelangt Prof. em. Dr. Dr. h.c. Dieter Oberndörfer (Politikwissenschaft, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) in seinem Fazit zur Zuwanderungspolitik Deutschlands und den jüngsten rechtlichen Entwicklungen.

Zuwanderer als Arbeitskräfte werden, auch nach dem Zuwanderungsgesetz von 2005, größtenteils nur nach dem Gastarbeiterprinzip zugelassen. Weiter gehende Ansätze müssen immer wieder populistischen Lösungen weichen. Ebenso verengen sich die Möglichkeiten für Asylbewerber und Flüchtlinge, auch durch die weiten Ermessensspielräume der Behörden. In den neuen Bleiberechtsregelungen sieht der Autor nur wenig Besserung.

Als begrüßenswert wird die Entwicklung identifiziert, dass seit dem Zuwanderungsgesetz Integration erstmals als politisch-gesellschaftliche Herausforderung definiert wird. Dabei plädiert der Autor für eine weiter greifende Definition des Begriffs Integration, der nicht nur auf die Gruppe der Zuwanderer verengt sein darf.

Zuwanderung nach Deutschland – Eine Bilanz als PDF-Datei

Politische Essays zu Migration und Integration – Ausgabe 1/2007

Einwanderungsland USA? Zwischen NAFTA und Terrorismus
 

Die Wahrnehmung von Migration hat sich in Amerika – einem der klassischen Einwanderungsländer – gewandelt. Seit 9/11 verschiebt sich der Fokus zusehends auf den Aspekt Sicherheit und gesellt sich zu den Ängsten der Arbeitnehmer vor billiger Lohn-Konkurrenz.

Professor em. Dr. Berndt Ostendorf (Amerika-Institut, Ludwig-Maximilians-Universität München und 2001/2006 Gastprofessor an der Venice International University) analysiert den aktuellen Stand der amerikanischen Einwanderungsdebatte in Politik und Bevölkerung, stellt Akteure mit ihren Ideologien vor und bietet einen Überblick über die gültige Gesetzgebung.

Er blickt zurück in die jüngere Geschichte amerikanischer Einwanderungspolitik und zeigt auf, dass Migrationspolitik oft unintendierte, gegenläufige Konsequenzen hervorrief, als sie von der Politik ursprünglich beabsichtigt waren. Dabei durchleuchtet er die globalen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die es bei einer Analyse der aktuellen Auseinandersetzung zu beachten gilt.

Einwanderungsland USA? Zwischen NAFTA und Terrorismus als PDF-Datei